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Hobbes als Vorreiter der modernen Demokratie!?
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Hobbes sah den Menschen als ein Raubtier, dass die verhängnisvolle Fähigkeit hatte, in die Zukunft zu denken, was ihn von allen anderen Tieren unterschied! Diese Fähigkeit brachte, nach Hobbes den Menschen dazu, entsprechende Zukunftsängste zu entwickeln:"Habe ich morgen noch zu essen?", Kann ich morgen noch überleben?", und in der Folge:"Was kann ich tun, um mein Überleben auch morgen noch zu sichern?" Aus dieser Betrachtung heraus entstand die Gier und der starke Wille zur Macht, was zu immer währenden Kriegen führen musste. Hobbes Erkenntnis dieses angstgetriebenen Egoismus und den daraus resultierenden Begierden veranlasste ihn zu der Aussage, dass Kriege nur vermeidbar wären, wenn die beschließende und ausführende (strafende) Instanz nicht bei jedem Menschen selber, sondern bei nur einem, allgewaltigen, aber vom Volke akzeptierten Potentaten liegen dürfe. Eine recht einfache Lösung, die aber dem etwas später auftretenden JOHN LOCKE, als Basis zu seiner Theorie der Gewaltenteilung inspirierte. Locke setzte statt eines Individuums das Volk selber in die Legislative und den Potentaten in die Exekutive, einfach ausgedrückt. Damit hatte Locke, aufgrund der "Vorarbeit" Hobbes den Grundstein zur modernen Demokratie, zumindest mit-gelegt. Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung beinhaltet Lockes Postulate teilweise in wörtlicher Form und auch der einige Jahre später auftretenden Französischen Revolution lagen hauptsächlich die Thesen Lockes zugrunde. Man kann Hobbes also mittelbar als einen der philosophischen Vordenker der modernen Demokratie sehen.
Eine Rezension von Jansen, Hans-Willy "Donnerechse" > NRW
vom 12. Juni 2009 |