Title:

Rousseau, Jean-Jacques (1712-1778)

Description:  Theorien Rousseaus.
deutsch
  
ISBN: 3150017696   ISBN: 3150017696   ISBN: 3150017696   ISBN: 3150017696 
 
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Jean-Jacques-Rousseau (1712-1778)


Naturzustand des Menschen

Wie die meisten Politikwissenschaftler geht auch Rousseau vom Naturzustand des Menschen aus und seine Lehren finden hier ihren Ursprung. In den frühen Formen des Menschendaseins gab es keine Sprache und keine Gesellschaft. Die Menschen waren alle gleich. Die natürliche Güte war ein Merkmal des frühen Menschenbildes. Alle Menschen lebten frei, glücklich, gut und gesund. Da sie alles selber herstellten, bedurften sie keiner Hilfe von anderen und können so als selbstständig angesehen werden. Allgemein lebten sie ein Leben in absoluter Selbstgenügsamkeit und Selbstständigkeit.

Umwandlung des Naturzustandes

Durch die Entstehung der Sprache kommt es zur Vergesellschaftung der Menschen. Die einsetzende Arbeitsteilung im Handwerk, Handel und der Landwirtschaft beendet den Naturzustand. Es entwickeln sich dadurch Unterschiede im Besitz und Reichtum und dadurch auch Differenzen in Macht und Recht. Weniger Menschen haben mehr Besitz und damit Einfluß auf eine riesige Menschenmenge, die mit wenig Mitteln ausgestattet ist. Als Folge dessen tritt eine Ungleichheit zwischen den Menschen auf. Es bilden sich Elend und Sklaverei heraus.

Ziel der Theorie Rousseaus

Das Ziel der Theorie Rousseaus war es, die gewordene Ungleichheit der Menschen durch einen Zustand der gesellschaftlichen Gleichheit zu ersetzen. Rousseaus Intention ist darauf gerichtet, dem Individium als Teil der Gemeinschaft eine echte neue politische Freiheit zu geben und es an allen Aktivitäten des Gemeinwillens mitwirken zu lassen. Dies sollte, nach der Meinung Rousseaus, in permanenter Aktivität und zu jeder Zeit erfolgen.

Begriff "Staat" für Rousseau

Rousseau unterscheidet zunächst zwischen den gesellschaftlichen Institutionen Staat und Familie. Ein Staat begründet sich auf freien Vereinbahrungen. Ein, von der Volksversammlung ermittelter volente generale (Gemeinwille) gilt als letzte Entscheidung über das Gemeinwohl. Der Staat erhält die Aufgabe, seine Staatsbürger zu Tugend in Übereinstimmung zum Gemeinwillen zu erziehen. Dadurch entsteht eine politische Pädagogik, die die natürliche Eigenliebe der Menschen in eine Liebe umwandelt, die dem Gesamtwillen der Gemeinschaft entspricht.

Der Gesellschaftsvertrag (contract sociale)

Der Gesellschaftsvertrag sollte durch die Menschen freiwillig eingegangen werden. Dieser Vertrag sichert den Menschen anstatt des Naturzustandes einen Zustand einer staatlichen Existenz. Indem die Menschen diesen Vertrag eingehen, begründen sie auch gleichzeitig den Staat als politischen Körper. Die Menschen verzichten auf ihr Naturrecht und auf die Selbstbehauptung, gewinnen aber die Wahrung ihrer Freiheit und ihres Eigentums durch den Staat. Der Verzicht und die Freiheit müssen so zusammenfallen, daß der neu gebildete politische Körper ein "Gemeinschafts-Ich" darstellt mit dem Ausdruck des Gesamtwillen des Ganzen. Jeder Mensch muß als Staatsbürger am Gesamtwillen teilhaben und seine Einzelinteressen und das Streben danach in den Hintergrund stellen. Das "Gemeinschafts-Ich" des politischen Körpers darf den Widerstand der Einzelinteressen durch Zwang brechen. Das heißt, man kann die Menschen zur Freiheit zwingen. Rousseau meint, die Effektivität des politischen Körpers ist dann am größten, je mehr der Einzelne auf die Mitwirkung aller anderen angewiesen ist. Ein nach diesem Prinzip zum Staatsbürger gewordener Mensch ist Untertan und Souverän in einer Person.
  
Vom Gesellschaftsvertrag
von Jean J Rousseau
Siehe auch:
Abhandlung über den Ursprung und die …
Sonstige Artikel:
Anne in Windy Poplars 14: Ein harter Brocken
Knowledge Management: An Integrated Approach
Allgemeines Verwaltungsrecht: mit Verwaltungsprozessrecht
von Steffen Detterbeck
 
   
 
     
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